Wendland

Freitag, 20. Juni 2014

IMG_5757Freitag nachmittag holten wir Wolfgang ab und fuhren nach Hannover zur Party von Jürgen und Kerstin in der Schwanenburg. Feines Restaurant mit gutem Essen, drinnen und draußen. Ich habe (mal wieder) etwas Neues gelernt: Flying service – man steht rum und ständig kommen nette Serviceleute und bringen in kleinen und kleinsten Gläsern und Schalen köstliche Häppchen – zum Runterpülen wird ebenso ständig nachgeschenkt. Kurz bevor man endgültig satt ist, wird man an die Tische gebeten und das Büffet wird eröffnet. Dort musste man tatsächlich selbst hingehen – die Getränke wurden weiterhin nachgeschenkt……Dann wurden einige Tische weggeräumt, damit eine Tanzfläche entstand. Zuerst gab es einen „Tanzkurs“: Kerstin und Jürgen lernen in einer Sambaschule und ihre Tanzlehrer zeigten eine sehenswerte Vorführung und dann wurden uns die Grundschritte von Samba, Rumba und Merengue beigebracht………
Bis um 2 Uhr war dann überwiegend tanzen angesagt, zwischendurch holte ich mir bequeme Schuhe und Raymond wechselte seine Garderobe. Dann die Premiere: zu dritt in Pösselchen schlafen – es gab schon bessere Nächte !!!

Samstag, 21. Juni 2014
Wolfgang weckte uns um 8.30 Uhr mit einem verheißungsvollen: der Kaffee ist fertig ! Um 9.30 Uhr fuhr sein Zug nach Osterode zurück und wir starteten ins Wendland. IMGP1941Hitzacker hat eine wirklich besondere Lage, die Altstadt ist von Elbe und Jeetze umschlossen (und steht immer mal wieder unter Wasser) Die Jeetze fließt direkt dran vorbei.IMGP1933IMGP1938Wir erkundeten erst einmal die Stadt. Im Hintergrund sieht man den WoMo Stellplatz. IMGP1934Wendland_1Um 14.30 Uhr starteten wir die Elbhöhentour, 34 Kilometer auf beiden Elbseiten gen Norden. Zuerst fuhren wir mit der Fähre auf die andere Seite und dann immer auf dem Deich gegen heftigen Wind nordwärts. Am anderen Elbufer konnte man die Höhen sehen, die der Radtour seinen Namen gab.IMGP1931IMGP1947Bei Darchau wechselten wir wieder die Seite und fuhren nun durch Wälder vor dem Rückenwind geschützt auf der Elbuferstraße über die Elbhöhen/Drawehn. Vom Aussichtsturm Kniepenberg, der 16 Meter hoch auf dem 86 Meter NN hohen Berg gebaut wurde, hatten wir einen schöne Rundumsicht. IMGP1958

Im „Elbtalaue Wendland“ stehen einige dieser Türme. Die letzten Kilometer der Radtour verliefen wieder im Auenwald direkt auf Flusshöhe.IMPG 1961alter-jeetzelarmIMGP1960

Unterwegs hatten wir in Drethem am ehemaligen Fähranleger einen sehr schönen Stellplatz gesehen, waren zwar nicht sicher, ob es dort erlaubt sein würde, aber machten einen Versuch. Das Abendessen war gerade gekochte und verspeist, da erschien ein wichtiger Herr mit Flyer des Biosphärenreservat und bat uns freundlich, den Platz zu verlassen…….IMG_5753IMG_5748 Also fuhren wir weiter nach Neu Darchau, dort am Fähranleger hatten wir auch eine schöne Wiese mit Blick auf Elbe und Yachthafen gesehen. Dort angekommen, war die Party im vollen Gange – auf der Wiese fand das Public Viewing, organisiert von der dörflichen SPD, statt – wir wurden nett begrüßt und zur Bratwurst und Bier eingeladen. 20140621_205521_resized_2Meine Fußballbegeisterung ist aber nicht so groß, und so zog ich mich kurz nach der Nationalhymne beim einsetzenden Regen in Pösselchen zurück…..

Sonntag, 22. Juni 2014

Nach einer sehr geruhsamen Nacht und ausgiebigen Beobachtung des Lademanövers der Fähre fuhren wir die Elbuferstraße durch Hitzacker, Gorleben bis nach Höhbeck. IMGP1967Auch dort war wieder ein Aussichtsturm mit toller Rundumsicht. Das Wetter hatte sich stabilisiert und wir beschlossen, in diesem Gebiet eine weitere Radtour zu machen. IMGP1963Wendland_2Startpunkt sollte Gartow sein. Vom Parkplatz fuhren wir durch die denkmalgeschützte Hauptstraße zum See. Dann ging es aufwärts in das Höhbecker Waldgebiet. Der Höhbeck, eine eiszeitliche Ablagerung, erhebt sich deutlich und hat dadurch eine besondere Vegetation. Wir machten einen kleinen Abstecher zur Fähre, bevor wir auf den Wiesenweg Richtung Schnackenburg abbogen.IMG_5757 Gleich am Anfang des schönen Weges stand ein Hinweisschild auf das Vorkommen des Eichenprozessionsspinners. IMGP1974Sowohl im Wald als auch im Auland vor dem Deich standen alte Eichen – und viele waren kahl oder sogar abgestorben.IMGP1970IMGP1971

Aus dem Internet  (By Accipiter (R. Altenkamp, Berlin) (Own work) habe ich dieses Foto des Eichenprozessionsspinners – es lief uns zwar einer über den Weg, aber er war zu eilig unterwegs für ein brauchbares Foto. 1024px-Thaumetopoea_processionea_100613Die Haare enthalten ein Allergie auslösendes Gift. Sie bleiben auch nach einer Häutung gefährlich und verbreiten sich über die Luft.IMGP1968IMGP1975Um 14.30 Uhr waren wir wieder in Gartow und machten am Heidehaus an der Nemitzer Heide noch eine Kaffeepause – mmh Buchweizentorte und schauten uns die interessante Ausstellung zur Entstehung der Heide an: Nach einem der größten Flächenwaldbrände 1975 dort ist jetzt eine Heidefläche entstanden, die durch Beweidung erhalten bleiben soll.
Der Rückweg (202 Kilometer) dauerte zweieinhalb Stunden und kurz nach 6 Uhr waren wir wieder zu Hause.

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